Der Drang nach mehr.

Du hörest ja, von Freud’ ist nicht die Rede.
Dem Taumel weih’ ich mich, dem schmerzlichsten Genuß,
Verliebtem Haß, erquickendem Verdruß.
Mein Busen, der vom Wissensdrang geheilt ist,
Soll keinen Schmerzen künftig sich verschließen,
Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist,
Will ich in meinem innern selbst genießen,
Mit meinem Geist das Höchst’ und Tiefste greifen,
Ihr Wohl und Weh auf meinem Busen häufen,
Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern,
Und, wie sie selbst, am End’ auch ich zerscheitern.

Goethe – Faust I

Chatfetzen #11.

Der Hamburger Getränke-Service Graeff wirbt auf seinen Lieferwagen mit dem Slogan “Menschen, Biere, Sensationen”

Freiheit statt Angst.

[Update] Frohen 3. Oktober.

Don’t hurt me, no more.

Ja Windows 7 kommt ja bald ganz offiziell raus. Und alle freuen sich. Ich habe mir vor kurzem noch Vista gekauft. Und gleich ein kostenloses Upgrade dazu. Was will man mehr.

Aber Microsoft will ja wieder gerne ‘nen richtigen Reibach machen. Und damit sie an alte Erfolge wieder anknüpfen können, werden auch schon wieder schlechte TV-Spots produziert. Wie damals. 1998.

[via]

Bewerbungsmappe.

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Chatfetzen #10.

Die Harry Brot GmbH, bekannt für ihre Aufbackbrötchem beim Edeka, wirbt mit dem Slogan “Lecker wie Harry”.

Pennermusik.

Es ist schon einige Jahre her, dass Thrice uns mit ihrer Musik beglückt haben. Einzig und allein Dustin Kensrue, der Frontman von Thrice, brachte 2007 und 2008 zwei ganz wunderbare Soloalben heraus.

Von diesen Einzelwerken geprägt, veröffentlichte die kalifornische Band nun endlich eines neues Werk namens “Beggars”. Den alten Stil hat man dabei wohl gänzlich über Bord geworfen. Stattdessen werden unsere Ohren mit einem zwar drastischen und etwas krächzendem aber sehr stimmgewaltigen Sound verwöhnt. Wer ehrliche Musik mag, wird dieses Album lieben.

Thrice-Beggars

Wer’s nicht glaub, kann sich das ganze Album kostenlos per Stream bei PureVolume zu Gemüte führen. Sehr zu empfehlen!
Mein besonderer Tipp ist übrigens “In Exile”.

[Official]
[MySpce]

Ein letztes Mal?!.

 

Auf zwei Sachen im Zusammenhang mit der Wahl heute bin ich sehr gespannt:

1. Wie schneiden die Piraten ab.
und
2. Wann vor 18:00 Uhr werden die Wahlergebnisse schon vorab getwittert.

mfg 

[Pic via]

Voicst – Everyday I work on the Road.

Für einen Vorschlag eines Sommersongs bin ich zu spät. Aber wenn ich nochmal die Wahl hätte, wäre es auf jeden Fall von Voicst. Mit  “A Tale of two Devils” ist ihnen einen ganz wunderbares Pop/Rock Album  gelungen, welches eine unheimlich Leichtigkeit hat. Da mag man den lieben langen Tag gerne zuhören und vor sich hingrinsen.

[via]
[Offical]
[Myspace]

Nerdig.

Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.

Wikipedia

nerd

Ich bin kein Nerd. Beileibe nicht! Dafür studiere ich schon das falsche Fach. Aber  unabhängig von dem überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten mag ich deren (Lebens-)Einstellung und liebe Star Wars. Denn bei Nerds handelt es sich nicht nur um einen kleinen elitären Kreis junger Männer die die ganze Zeit nur in irgendwelchen IRC-Channels hängen. Es handelt sich dabei mittlerweile um eine gewisse Grundeinstellung zu gewissen Themen. Die Berücksichtigung dieser Themen lässt jedoch in der Politik und in der klassischen Gesellschaft arg zu wünschen übrig. Ein schmerzlicher Fehler, wie auch die FAZ befindet.

Noch hat die Politik, haben viele Menschen kaum eine Ahnung, wie fundamental die Informationstechnologien unser Verhältnis zu uns selbst verändern werden. Immer mehr Menschen bewegen sich in Informationsökologien, die harmlos wirken, aber in deren Untergrund hochkomplexe Berechnungen laufen, die menschliches Verhalten in Mathematik verwandeln. Das Feedback, das diese Systeme auf das "wirkliche" Leben haben, lässt sich erst in Ansätzen erkennen. Aber klar ist, eine Welt, in der vom Arbeitgeber bis zur Krankenversicherung ganze Lebensläufe in Daten zerhackt, neu zusammengesetzt und interpretiert werden, Daten, in denen nicht nur Aussagen über die Gegenwart, sondern auch über die Zukunft, die Leistungskraft, die Kreativität und womöglich auch die politische Einstellung von Menschen gesammelt werden, eine solche Welt verändert ihr Verhältnis zur Freiheit fundamental. Insofern ist das Programm der Nerds, ob sie nun in der Piratenpartei sind oder in anderen Parteien, noch viel zu bescheiden. Sie, die die Systeme kennen, müssen, wie seinerzeit die Renegaten der Atomspaltung, in politische Sprache übersetzen, was technisch möglich ist, was es aus uns macht und wie wir uns dagegen wehren können.

[…]

Dazu braucht die Gesellschaft Gesprächspartner, wenn sie nicht nur den Codes der Software und des nächsten Hypes folgen will. Es wäre schön für alle, wenn die "Piraten", ganz gleich ob als Partei oder als Bewegung, ein solcher Gesprächspartner sein könnten. Um das herauszufinden, gibt es keine prognostische Software. Aber es gibt die Möglichkeit, ihnen zuzuhören und mit ihnen zu reden.

FAZ – Die Revolution der Piraten

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