
Liebe französischen Freunde,
es sind wirklich schwere Zeiten, die Ihr gerade durchstehen müsst. Ein kleinwüchsiger Präsident der sich gerne mit berühmten Frauen schmückt, der katastrophale Rauswurf aus der WM und jetzt auch noch Arbeiten bis 62. Wer hält das aus?! Es sind nur noch ein paar Stunden bis zu unserem Auftritt gegen unseren Dauerfeind England, aber wollen wir nicht vergessen, wer unsere Freunde sind. Ihr, die in diesen Stunden die Unterstützung so bitter nötig habt.
Denn Ihr habt Dinge, auf die man wirklich neidisch sein kann. Auf die muss einmal hingewiesen werden muss; aller schlechten Nachrichten zum Trotz. Da ist euer wunderbarer Musikgeschmack. Es ist uns ein Genuss zu Bands wie Phoenix, France Gall, und Daft Punk zu tanzen. Wir schätzen eure Schauspielkünste mit Vincent Cassel und Audrey Tautou. Wir erwarten sehnsüchtig unseren Tripp mit einem viel zu kleinen Auto entlang an der Côte d’Azur. Wir wachen am liebsten auf mit dem Geruch von frischem Milchkaffee und Croissant in der Nase. Wir erinnern uns spärlich an Nächte mit zu vielem französischen Rotwein und Gauloises. Beneiden Ulrich Wickert wegen seines Zweitwohnsitzes in Paris. Überhaupt sind wir neidisch auf die ganze Stadt. Wir erinnern uns lebhaft an unseren ersten Schüleraustausch in der 7. Klasse und bedauern im Nachhinein nicht konsquenter eure wundervolle Sprache gelernt zu haben. Hab ich was vergessen? Bon.